Monatsrückblick Mai bis Juli 2025: Von Dividendenregen und Lifestyle-Inflation
Monatsrückblick Mai bis Juli 2025: Von Dividendenregen und Lifestyle-Inflation

Monatsrückblick Mai bis Juli 2025: Von Dividendenregen und Lifestyle-Inflation

In diesem Mai gab es mal wieder einen prächtigen Dividendenregen – auch wenn ich gehofft hatte, erstmals die 2.000-Euro-Marke innerhalb eines Monats zu knacken, was aufgrund einer spät eingebuchten Dividende leider nicht geklappt hat.

Gefreut habe ich mich trotzdem – und hatte nebenher einige ungeplante Kostenblöcken zu wuppen, die es in sich hatten. Wie gewonnen, so zerronnen? Ein bisschen schon, aber ich reue keinen Cent. Dazu später mehr.

Juni und Juli hingegen waren finanziell wieder deutlich ruhiger, wobei das passive Einkommen zuverlässig eintrudelte und mir genug Zeit ließ, um neue Hobbys zu entdecken und auf eine weitere Workation zu gehen. Klopft damit die Lifestyle-Inflation an?

Aber nun der Reihe nach.

Finanzielle Eckdaten Mai 2025:

  • Sparquote: 41%
  • Rich-Bitch-Status: 58,0
  • Passive Einkünfte aus Dividenden und Zinsen: 1.941,09 Euro

Finanzielle Eckdaten Juni 2025:

  • Sparquote: 66%
  • Rich-Bitch-Status: 58,7
  • Passive Einkünfte aus Dividenden und Zinsen: 624,89 Euro

Finanzielle Eckdaten Juli 2025:

  • Sparquote: 73%
  • Rich-Bitch-Status: 60,5
  • Passive Einkünfte aus Dividenden und Zinsen: 600,47 Euro

Aktien & ETFs

Der Mai hat wieder einmal nicht enttäuscht: Insgesamt 1.795,52 Euro konnte ich an Dividendenzahlungen verbuchen. Das ist in erster Linie meinen ganzen deutschen Aktien zu verdanken, aber der eine oder andere US-amerikanische Wert hat sich auch unter die Liste gemischt.

Folgende Unternehmen haben mir im Mai Dividenden ausgezahlt:

  • Daimler
  • Lufthansa
  • Freenet
  • OMEGA Health
  • AT&T
  • Realty Income
  • Münchener Rück
  • Fresenius
  • LTC
  • Apple
  • ASML
  • Villeroy & Boch
  • ING Group
  • Stellantis
  • Verizon
  • JPM
  • Main Street Capital
  • Congeco

Leider kam die Dividende von Allianz etwas zu spät an, so dass ich sie nicht mehr zum Mai dazuzählen kann. Ansonsten hätte es tatsächlich geklappt, in diesen Monat die 2.000-Euro-Marke hinter mir zu lassen.

Aber man braucht ja Ziele im Leben, also nehme ich dieses Ziel ins nächste Jahr mit.

Im Juni konnte ich folgende Dividendenzahlungen verzeichnen, die mir insgesamt 491,26 Euro einbrachten:

  • Realty Income
  • Unilever
  • Allianz
  • LTC
  • Pfizer
  • Microsoft
  • Nintendo
  • Meta
  • JPM
  • Main Street Capital
  • Wendys

Im Juli hat ebenfalls der Dividendenbeutel geklingelt. 461,25 Euro kamen aus den folgenden Dividenden zusammen:

  • Realty Income
  • pepsiCo
  • Enel
  • Vanguard ETF (ausschüttend)
  • Orion Office REIT
  • FTSE All-World High Dividend
  • Alibaba
  • NVIDIA
  • JPM
  • Main Street Capital

Innerhalb der drei Monate kam ich somit auf Dividenden in Höhe von 2.748 Euro. Eine stolze Summe!

Aktien: Käufe und Verkäufe

Nach meinem schönen Dip-Kauf im April habe ich nun im Juli noch einmal bei PepsiCo den eingebrochenen Kurs genutzt und eine kleine Tranche nachgekauft. Ansonsten liefen wie gewohnt einfach die Sparpläne vor sich hin und ich wurde nur informiert, wenn meine Aktien-Familie wieder Zuwachs bekommen hat in Form von Sparplanausführungen.

P2P & Zinsen

Im Mai haben auch meine P2P-Investments wieder rentiert – diesmal in einer Höhe von 129,75 Euro. Diese kamen wieder zum allergrößten Teil von Bondora Go & Grow.

Gleiches Spiel im Juni mit 122,51 Euro und Juli mit 130,47 Euro.

Inzwischen habe ich die meisten P2P-Plattformen erfolgreich entspart.

Zusätzlich durfte ich 15,82 Euro Bank- und Depotzinsen im Mai sowie 11,12 Euro im Juni und 8,75 Euro im Juli verzeichnen, so dass ich in der Kategorie „P2P und Zinsen“ auf insgesamt 145,57 Euro komme.

Jede Summe für sich klingt nicht nach so einem riesen Ding, aber in den drei Monaten kamen aus P2P plus Zinsen dann doch 418,42 Euro zusammen. Damit kann man doch schon etwas anfangen!

Aus meinem Leben: Flüge, Knie und fränkisches Bier

Kosten für Hundehalter steigen mit zunehmendem Hundealter: Unsere Hündin nach einer TPLO

Manchmal kommt es extra dicke: Aktuell planen wir die nächste größere Reise für den Herbst und haben im Mai kurzfristig bei günstigen Flügen zugeschlagen. Auch, wenn sie verhältnismäßig bezahlbar waren, haben sie trotzdem ein dickeres Loch ins Girokonto gerissen und auf die Sparquote geschlagen.

Zwei Tage später bekam unsere Hündin dann die Diagnose „Kreuzbandriss“ und wir durften etwas über 2.400 Euro für eine TPLO (Knie-OP) auf den Tisch legen – plus Untersuchungen mit weiteren Röntgenbildern. Wie ich hinterher in mehreren Gesprächen erfahren sollte, hatten wir hier trotzdem noch Glück, da man wohl auch gern mal 3.000 Euro aufwärts für diese Operation bezahlt – je nach Klinik.

Geht mir weg mit dieser elenden Waschmaschine

Dabei musste ich echt lachen: Wenn man mit dem Vermögensaufbau startet, raten einem ja Hinz und Kunz, 3 Monatsgehälter zur Seite zu legen, falls etwas Unvorhergesehenes passiert. Zum Beispiel, falls die Waschmaschine den Geist aufgibt.

Keine Ahnung, warum alle so eine massive Panik davor haben, mal zwei Wochen ihre Wäsche per Hand zu waschen, bis man sich ein Markengerät auf Kleinanzeigen organisiert hat. Dieses ewige Beispiel mit der Waschmaschine hat sich mir noch nie erschlossen.

Wenn dafür der Hund plötzlich brutal humpelt und die Ärzte nicht nur von einer vierstelligen OP sprechen, sondern auch noch wöchentliche Physiotherapie-Stunden empfehlen, DANN ist man dankbar, kurzfristig ein paar Rücklagen lockermachen zu können. (Und nein, dass unsere Hundeseniorin keine OP-Versicherung hat und wir jetzt alles privat bezahlen, war nicht unsere eigene Entscheidung.)

Aber da nach der OP vor der OP ist, sparen wir vorsichtshalber schonmal auf das rechte Knie, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit früher oder später kommen dürfte.

Workation, Festivals und Co.: Willkommen in der Lifestyle-Inflation

Workation in Bamberg: Feierabend in der Weltkulturerbe-Stadt mit Spaziergang über die berühmten Rathaus-Brücken

Im Mai war außerdem wieder Workation-Time mit lieben Freunden: Nachdem mein Herz sehr an der fränkischen Schweiz hängt, freute ich mich umso mehr, dass die Wahl diesmal auf mein geliebtes Bamberg gefallen ist. In dieser Weltkulturerbe-Stadt habe ich studiert und es fühlt sich jedes Mal wie ein Nach-Hause-kommen an, wenn ich diesen wunderbaren Flecken Erde betrete. Fünf Tage lang haben wir also wieder gemeinsam gekocht, die Gegend erkundet, gebouldert und gewandert, natürlich auch die City unsicher gemacht und die lauen Sommerabende auf der Dachterrasse verbracht. Ein Träumchen.

Im Juni wiederum standen zur Vorbereitung auf die diesjährigen Bergvorhaben ein paar Trainingstouren an. Nach vielen Jahren im Fitness-Studio hängt mir das klassische Studio-Training aktuell zum Hals raus, weshalb ich mich in den letzten Monaten nach Alternativen umgesehen habe. Und voila: Ich bin wieder unter die Reiter gegangen! Das heißt aber leider auch: Gruppenstunden für 34 Euro, Einzelstunden für 42 Euro. Zumindest, wenn man einen günstigen Stall findet … Autsch.

On top kam noch ein Metal-Festival im Harzgebirge, das aufgrund guter Vorbereitung allerdings nicht nennenswert ins Geld ging.

Ist der Ursprungsplan noch realistisch?

Workation in der Fränkischen Schweiz: Feierabend im Felsenpark Sanspareil

Trotzdem stelle ich mir inzwischen die Frage, ob ich mit meinem doch sehr aktiven, erlebnisorientierten Lifestyle langsam der Lifestyle-Inflation anheimfalle und die Ausgabenseite für die errechnete finanzielle Freiheit anpassen sollte. Ich werde zwar nicht morgen anfangen, mich für Yachten zu begeistern. Aber im Ursprung bin ich von 1.500 Euro für Miete, Lebensmittel, Spaßgeld und Puffer ausgegangen, die passiv reinkommen müssten, um nicht mehr zwingend auf ein aktives Angestelltenverhältnis angewiesen zu sein.

Klar, durch den Hund sind die Grundausgaben sowieso gestiegen. Aber sollte ich in Zukunft weiterhin jede Woche mehrfach bouldern gehen, Reitunterricht nehmen und Benzingeld für Bergtouren einplanen – und mich an Hobbys und Erlebnissen einzuschränken würde dem Grundgedanken der finanziellen Freiheit widersprechen – sollte ich die Berechnungsgrundlage nach oben setzen.

Oder das Spaßgeld für Reisen und Hobbys ganz klar limitieren.

Aber erstmal erreiche ich nun das Ursprungsziel. Danach sehen wir weiter.

Wie liefen de letzten 3 Monate bei Dir? In welchem (Not-)Fall wärst Du bereit, Deinen Notgroschen anzapfen? Und wie gehst Du mit den Verlockungen der Lifestyle-Inflation um? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

3 Kommentare

  1. Ilona

    Juhu, wieder ein Beitrag von dir 😍

    Herzlichen Glückwunsch zum Erreichten Sventja!
    Ich finde du machst das wunderbar, das Leben genießen, viele sportliche Aktivitäten und doch die Ausgaben im Blick.
    Für was man (oder Frau 😉) den Notgroschen angreift (bzw. auch die Höhe) ist glaube ich sehr individuell. Ich fühle mich mit 6 Monatsgehältern auf dem Tagesgeldkonto wohl. Habe aber auch zwei Kinder und ein EFH.
    Der plant zunächst das Ursprungsziel zu erreichen und dann weiter zu sehen klingt sinnvoll.
    Mich persönlich macht es schon glücklich und zufrieden, dass ich mich auf dem richtigen finanziellen Weg befinde.

    Liebe Grüße und mach bitte 🙏 weiter so mit deinen Beiträgen!
    Ilona

  2. Medicus

    Hallo Sventja,
    habe die 2000 Euro im Mai geknackt, was aber vor allem der Dt. Bank und meiner (zu großen) Position geschuldet ist… nach Jahren des Darbens und Nachkäufen um 5 Euro liege ich damit inzwischen satt im Plus und die Dividendenzahlungen sind vierstellig. Irgendwie spooky… Mein nächstes Ziel: Auch von Allianz und MunichRe auf einen 4 stelligen Dividendenbetrag zu kommen….Christian von Bergfahrten hat mich auf den Gedanken gebracht.
    Dass das mit den 1500 Euro nicht hinhauen kann, ist sonnenklar und hat nicht nur mit deiner lifestyle- inflation zu tun, sondern auch mit der realen Inflation. Bei nur 2,5% Inflation werden in 10 Jahren aus 1500 satte 1920 Euro…wie lange sparst Du schon??? Aber keine Sorge, der Schneeball wächst schneller als man denkt….just stay the course!
    Ich halte zwar auch nichts von der Waschmaschinen- Therorie (wobei die Geschichte mit zwei Kleinkindern im Haushalt und Handwäsche nicht ganz so entspannt ausschaut,,, hatte ich schon- ab zum Mediamarkt: einziges Kriterium: sofort mitnehmen können), fühle mich aber mit einem Tagesgeldkonto im 5 stelligen Bereich und zusätzlich Dispo und Kredikartenrahmen sehr wohl. Sollten die Summen auf dem Tagesgeld überhand nehmen, kann man bei Trump- dips auch mal eine Gelegenheit ergreifen.
    Bamberg, fränkische Schweiz, Keller…. ein Traum!
    Liebe Grüße aus dem Süden

    Medicus

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